2026
Category : Jahr
am 10. Januar feierten wir Yulyas C1-Abschluss für Deutsch!
Vom 14. bis 28. Januar wurde ich von meinem Jugendfreund Johann Walker zu seinem 75. Geburtstag nach Paraguay eingeladen, wo er herstammt und auf dem früheren Geländer des Bauernhofes seiner Eltern einen Eventraum geschaffen hat mit einem Flügel. Als mein Geschenk produzierte ich von meinem Konzert einen livestream, den viele Freunde und Familienangehörige weltweit anschauten und schuf ihm einen Youtube-Kanal für den Eventraum Ananziales (= Quellen). Die meiste Zeit blieb ich bei ihm, weil er mich ja eingeladen hatte, und lernte die Stadt Paysandú kennen, wo es ein sensationelles Amphitheater mit 12.000 Plätzen gibt!
Auf dem Rückweg verbrachte ich noch zwei Tage in Buenos Aires, wo ich mir im Teatro Colon einen Stehplatz für ein Tangokonzert günstig kaufte, weil sie in der Sommerpause keine Opern brachten. Ein wahrlich prächtiges Theater, wohl unter den prächtigsten drei in der Welt. Dort steht eine schöne Büste meines Urururgroßvater-Lehrers Franz Liszt:
Was sollte ich bei einem Reisbudget von 200 € den anderen Tag in Buenos Aires machen, welche kostenlosen Aktivitäten ohne viel Eintrittsgelder waren vom kleinen Rest möglich? Ich entschied mich für eine Tour durch drei Klaviergeschäfte in der Riesenstadt, denn die Subte (=Subterranea = Metro = U-Bahn) kostet dort nur 0,70 € pro Fahrt! So landete ich nach zwei unbefriedeigenden Besuchen bei Bruno von BrunoBruno Pianos, ein wirklich kreativer Geist und Klaviertechniker! Er hat eine große Auswahl von deutschen Flügelmarken, beeindruckend!
Wir hatten unseren Spaß, seine Aussprache Deutscher Flügelmarken zu betrachten:
Also habe ich endlich einmal den südamerikanischen Kontinent besuchen dürfen, was 1982 mangels Geld mißlungen war. Auf dem Rückflug gab es sogar überraschenderweise noch eine Zwischenlandung in Sao Paolo, so daß meine Füße sogar brasilianischen Boden berührten.
Am 31. Januar durfte ich für den schweizerischen Renten- und Finanzspezialisten Mirko Ribul ein Seminar livestreamen mit meiner Studioausrüstung, ein gelungener Testlauf. Weil ich am nächtsen Termin am 28. Februar selbst verreist war, übertrug ich den ganzen Komplex auf Sohn Marc, der Mirko gleich für seine Lehrplattform berät.
Vom 24. Februar bis 1. März hatten Yulya und ich schon einen Billigflug nach Napoli gebucht, und ich konnte ihr gleich am ersten Abend das Teatro San Carlo, das ja 50 Jahre älter als die Mailänder Scala ist, zeigen mit Falstaff von Verdi. Gleich am nächsten Tag fuhren wir nach Pompei und von dort auf den Vesuvio, der sich uns mit blendendem Wetter und dem überwältigenden Anblick der Bucht von Neapel präsentierte. Seine Gefährlichkeit wurde 79 n.Chr. mit Pompei sehr offensichtlich, wir wissen, daß Ähnliches oder Schlimmeres heute jederzeit geschehen kann! Dann besuchten wir das Dialysezentrum Nedial Napoli, um den Kollegen Giancarlo Marinelli nach 23 Jahren wieder zu besuchen, selbst ein Pfleger, der damals schon dabei war, erkannte mich wieder.
Der Livestream in Uruguay hat mir sehr schön vor Augen geführt, wie sich Zeitunterschiede auf dem Globus auswirken. Wir wollten, daß die deutschen Freunde auch dabei sein könnten, mindestens hat Yulya zugeschaut, denn es war 1 Uhr nachts!
Am 9. Februar kam mir die Idee eines innovativen Pianistenportals, bei dem Pianisten aus der ganzen Welt von zu Hause aus einstündige Konzerte spielen für Zuschauer aus der ganzen Welt. Die globalen Zeitzonen wurden in drei Bereiche unterteilt, wenn das Portal wächst, können es mehr werden, um überall etwas zur typischen Konzertzeit 20:00 Uhr Konzerte anbieten zu können. Siehe www.pianoforte.best, natürlich in 12 Weltsprachen zur globalen Verbreitung.
IMMER LIVE und IMMER MIT KLAVIER, auch mit Kammermusikpartnern, startete das Konzept am Ostersamstag! Hier konnte ich das „fraktionierte Denken“ anwenden, so daß das Konzept unglaublich vielseitig und flexibel anwendbar ist! Sobald genügend Abonnenten kommen, kann den PianistInnen ein adäquates Honorar gezahlt werden. Also möge sich bitte JEDER bei https://pianoforte.best/register registrieren (in 13 Weltsprachen!)
Mit einigen Kontaktbemühungen über das eigene Netzwerk begann ich, das Programm aufzufüllen, Im August standen die zwei ersten Termine mit anderen Künstlern an, bis dahin spielte ich selbst einmal pro Monat ein Tripel-Konzert, für jede der Zeitzonen eines: Um 13:00 Uhr für Asien, Australien, NZ, um 20:00 für Europa und Afrika und um 01:00 Uhr nachts für de Amerikas. Anfang Juli machte ich in der Sommerhitze ein Experiment: Ich spielte mit mir selbst vierhändig und ein Klavierkonzert mit Orchester. Der Secondo-Part kam vom Film, den ich für meinen großen Online-Klavierkurs erstellt habe, und das Orchester spielte ich mit meinem Notensatzprogramm ab mit recht schönem Klang. Da die Zeitmarke sich auch bei den Passagen ohne Orchester mit ausgeblendetem Klavierklang korrekt über die Noten bewegt, konnte ich einigermaßen auf den Orchestereinsatz hin spielen.
Im April fuhren wir für 10 Tage in die Pfalz, um auf dem Weingut mit Gästezimmern von unseren Verwandten ein wenig auszuhelfen und auch Urlaub zu machen. Neben schönen Spaziergängen in den Weinbergen mit toller Aussicht über das Rheintal mit dem Schwarzwald im Hintergrund war der Höhepuntk die Zuführung von Flaschen in die große Miet-Abfüllanlage, die in zwei Tagen zig-tausende Flaschen abfüllte.
AM 29. April ein Höhepunkt! Brian Hooker hielt einen Vortrag über seine Studie mit 4000 ungeimpften Kindern!
Am 19. Mai wurden wieder in der Fußgängerzone Hauptstraße Tiengen die kunstvollen Sonnensegel aufgehängt. Glücklicherweise konnte ich die Aktiven der Aktionsgemeinschaft Tiengen überzeugen, eine wohl einmal von einem Dacharbeiter verlorene Flasche (aus Versehen oder achtlos ist ja egal) zu beseitigen, die schon jahrelang am Schneefanggitter lag. Eine Kleinigkeit, wenn dort eine Flasche liegt, aber wenn Du sie immer wieder sehen mußt, beginnt sie zu nerven. DANKE für die Verschönerung der Stadt!
Für die SRF, Self Realisation Fellowship, die Paramahansa Yogananda gegründet hat, führte ich seit einigen Monaten Usher-Dienste durch für Meditationsgottesdienste: Dabei logge ich mich mit Zoom ein, stelle den Kontakt mit dem oder der Meditationsleiter her und dem Backup-Usher und gestalte die technische Durchführung der Meditation. Eine Meditationsleiterin aus Italien zeigte in ihrem Profilbild, daß sie Cembalistin ist. Und so ergab es sich nach der Meditation, dass sie mich mit Giacomo bekanntmachte, der in einer alten Kirche in Florenz als Konzertsaal barocke Konzerte organisierte und selbst spielte! Wunderbar! Endlich konnte mein altes Tafelklavier seinen idealen Platz in der Stadt finden, in der Bartolomeo Cristofori das fortepiano oder pianoforte erfand, indem er bei einem Cembalo statt der Zupfkiele ein lederbespanntes Hämmerchen einbaute, mit dem man leise = piano und laut = forte spielen konnte!
Der Verkaufswert eines solchen tollen Instrumentes ist entweder unermeßlich oder eben es wird wie in diesem Falle gestiftet bei Ersatz der Reisespesen – ein schönes Juni-Wochenende in Florenz!
